Hinweise
Nachdem du das Kontaktformular ausgefüllt hast, werde ich mich schnellstmöglich mit dir in Verbindung setzen und wir vereinbaren gemeinsam einen Termin für dein erstes Probetraining. Zu diesem erscheinst du bitte 15 Minuten vor Trainingsbeginn, da es mir wichtig ist, dass wir ausreichend Zeit haben, einen Moment persönlich zu sprechen. Ich möchte dir in Ruhe die Akademie zeigen, unser Hygienekonzept erklären und dann pünktlich mit dem Training beginnen können.
Kleidung
T-Shirt und Sporthose oder Leggings genügen für den Anfang vollkommen. Auf Dauer wären ein Rashguard, Spats und Fight Shorts besser, aber für die ersten Male ist das nicht von Bedeutung.
Männer trainieren bitte nicht ausschließlich in Leggings, eine Sporthose muss darüber getragen werden. Frauen steht es frei, nur in Leggings zu trainieren, tragen jedoch bitte ein mindestens kurzärmliges Oberteil und einen Sport-BH.
Auf Dauer empfehlen wir unbedingt einen Zahnschutz. Für die ersten Male ist dieser wahrscheinlich nicht nötig, aber wenn du einen Kontaktsport auf Dauer trainieren willst, sollte man nicht darauf verzichten.
In der gesamten Akademie laufen wir nach dem Durchschreiten der Rezeption nur in Badelatschen herum. Die Schuhe werden im Eingangsbereich im dafür vorgesehenen Regal gelassen. Es ist überaus wichtig, dass wir immer nur barfuß oder in Socken die Matte betreten und niemals, ohne vorher in unsere Badelatschen zu schlüpfen, die Matte verlassen.
Nicht anders als im BJJ. Nur benötigen wir für diesen Sport noch Handschuhe, Schienbeinschoner und optimalerweise einen Kopfschutz. Dies brauchst du beim ersten Probetraining nicht mitbringen, wir können dich diesbezüglich ausstatten und dir das benötigte Equipment leihen. Mittelfristig schafft sich aber jedes Mitglied, das bei uns MMA trainieren möchte, diese Dinge an. Eine Leihgabe von uns ist nur übergangsweise möglich.
Nach Betreten der Matte gehst du bitte zu jedem Mitglied und grüßt kurz per Handschlag. Jeder, der nach dir die Matte betritt, wird dann genauso zu dir kommen und dich begrüßen. Dieses kleine Ritual ist bei uns sehr wichtig.
Fuß- und Fingernägel müssen kurz gehalten werden. Schnittwunden durch Kratzer sind ärgerlich und gefährlicher, als man vielleicht denkt (Eintrittspforte in den Körper). Dies ist komplett vermeidbar, wenn die Nägel kurz sind.
Auf der Matte wird barfuß oder alternativ in Socken trainiert. Das Tragen von Ringerschuhen ist nicht gestattet.
Oberkörperfreies Training ist nicht erlaubt. Auch nicht, wenn sich auf einen MMA-Kampf vorbereitet wird.
Wir betreten die Matte nicht mit Schuhen und verlassen diese niemals, ohne vorher in unsere Badelatschen zu schlüpfen.
Wir lassen keine Gegenstände auf der Mattenfläche herumliegen und benutzen dafür die designierten Ablageflächen. Auf keinen Fall dürfen sich Trinkflaschen, vor allem massive Stahlbehältnisse, in der Nähe des Trainings befinden. Besonders im aufrecht stehenden Zustand sind diese eine echte Lebensgefahr.
Schmuck legen wir ab, genauso werden Piercings herausgenommen.
Beim Verlassen der Akademie verabschieden wir uns wahrnehmbar. Es ist nicht nötig, zu jedem einzelnen Mitglied hinzugehen und sich bei jedem einzeln zu verabschieden, aber wir gehen bitte auch nicht wortlos. Gerne kann sich beim jeweiligen Coach für das Training bedankt werden.
Ich gebe mein persönliches Versprechen, dass IPA ein sicherer und positiver Ort für LGBTQ-Menschen ist und es bei uns diesbezüglich keine Ausgrenzungen, Anfeindungen oder Schlimmeres geben wird.
Bei der Aufnahme neuer Mitglieder achte ich sehr genau darauf, ob es politische, religiöse, kulturelle oder persönliche Anzeichen für eine negative Einstellung gegenüber dieser Thematik gibt. Sollte sich ein solcher Eindruck bestätigen, ist unsere Akademie nicht der richtige Ort und ein Training bei uns nicht möglich.
Bei IPA BJJ sind Diskussionen über das politische Tagesgeschehen oder über religiöse Glaubenssätze nicht erwünscht. Bei uns geht es um Sport und meiner Meinung nach haben Politik und Religion dabei nichts verloren.
Wahrscheinlich in kaum einem anderen Bereich ist das Konfliktpotenzial so groß wie bei diesen beiden Themen, selbst bei minimal abweichenden Meinungen. Die Konsequenzen für zwischenmenschliche Beziehungen aufgrund von Streit diesbezüglich können erheblich sein. Deshalb sind entsprechende Gespräche innerhalb der Akademie bitte nicht zu führen.
Bei uns gibt es keine Regeln oder Vorschriften bezüglich der Kleidung, die du beim Training trägst – von selbstverständlichen Dingen wie obszönen, sexistischen oder politischen Aufdrucken einmal abgesehen. Du kannst tragen, was du möchtest. Auch das Tragen anderer Team-Rashguards und -Shorts ist bei uns gestattet.
Im BJJ gibt es in einigen Schulen die Pflicht, die Teamuniform zu tragen. In einer bekannten Kette zum Beispiel ist ein Training ohne diese überhaupt nicht gestattet. Ich bin jedoch der Meinung, dass man so etwas niemandem vorschreiben sollte. Stattdessen sollte man versuchen, dass sich die Mitglieder so mit dem Team verbunden fühlen, dass sie von selbst den Wunsch entwickeln und voller Stolz die Akademie repräsentieren möchten. Unsere teameigene IPA-Kleidung zu tragen ist also kein Muss – auch wenn ich mich natürlich sehr darüber freue.
Wenn du einem anderen Team angehörst, angehört hast oder weiterhin angehören möchtest und außerdem bei uns trainieren willst, ist das kein Problem. Teile es mir bitte im Voraus mit und vergiss nicht, auch mit deinen anderen Coaches zu sprechen. Proaktive Kommunikation in diesem Zusammenhang ist wichtig.
Gürtel gehören zum BJJ dazu, auch zum No-Gi-Jiu Jitsu, das wir bei IPA praktizieren. Ich selbst bin als Schüler im Gi groß geworden und habe die ersten sieben Jahre meiner Laufbahn nahezu ausschließlich im Gi trainiert. Alle meine Graduierungen – von Weiß bis Schwarz – habe ich im Gi erhalten.
Da wir ein stark wettkampforientiertes Team sind und die Graduierungen darüber entscheiden, in welcher Leistungsklasse man antritt, vergeben wir auch bei uns Gürtel. Streng genommen wären sie im No-Gi-BJJ nicht zwingend erforderlich, da es keine Gi-Jacke gibt, die gebunden werden muss. Dennoch sind Gürtel ein fester Bestandteil der Kultur des Brazilian Jiu Jitsu und zugleich eine schöne Form der Anerkennung durch den Coach gegenüber seinem Schüler.
Solltest du in der Vergangenheit bereits anderswo BJJ trainiert und möglicherweise sogar von einem anderen Schwarzgurt graduiert worden sein, kannst du selbstverständlich bei uns trainieren. Wenn du jedoch von uns nicht nur unterrichtet, sondern auch graduiert werden möchtest, erwarte ich in dem Fall eine klare Wunschäußerung deinerseits sowie die offene Kommunikation mit deinem bisherigen Coach. Es muss eindeutig geklärt sein, wer die Graduierung verleiht. Niemand sollte sich übergangen fühlen.
Leider habe ich mehrfach erlebt, dass Schwarzgurte in Streit geraten sind, weil ohne vorherige Absprache eine Graduierung vorgenommen wurde. Dabei sind verletzte Gefühle entstanden und ich habe sogar Freundschaften daran zerbrechen sehen. Mir ist die Sensibilität dieses Themas bewusst und ich lege großen Wert auf transparente und ehrliche Kommunikation, um Konflikte bei und mit IPA zu vermeiden.
Darüber hinaus veranstalten wir bei IPA keine Graduierungsseminare. Dieses Modell wird in manchen Schulen praktiziert und ist aus meiner Sicht kritisch zu betrachten. Einerseits kann ein solches Seminar ein schönes Team-Event sein und besondere Erinnerungen schaffen. Andererseits sollte ein Gürtel dann verliehen werden, wenn er verdient ist – nicht allein aufgrund der Teilnahme an einem Seminar. Ebenso sollte eine Graduierung nicht ausbleiben, nur weil jemand nicht anwesend war, obwohl sie fachlich bereits gerechtfertigt gewesen wäre. Spätestens wenn eine Graduierung an eine zusätzliche Zahlung gekoppelt ist, wird aus meiner Sicht eine Grenze überschritten.
Bei IPA erhältst du deine Graduierungen kostenfrei und in dem Moment, in dem du sie dir verdient hast. Jeder Schüler erhält seinen persönlichen Augenblick, wo für ihn eine Rede des Head Coaches gehalten und die Leistungen der letzten Jahre anerkannt und gewürdigt werden. Bei uns sind die Verleihung von Gürteln besondere Rituale, die wir in unserer Akademie pflegen und ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ein Schüler die nächste Stufe erreicht.
An dieser Stelle möchte ich erklären, warum die Preise für Brazilian Jiu Jitsu höher sind als in vielen anderen Kampfsportarten. Zum einen, weil mir Transparenz und Nachvollziehbarkeit in allen Belangen von IPA wichtig sind. Zum anderen, weil ich überzeugt bin, dass eine feste Mitgliedschaft für das, was du bei uns erhältst, mehr als lohnenswert ist und im Verhältnis dazu keineswegs überteuert.
Zunächst benötigt BJJ sehr viel Platz – deutlich mehr als viele andere Kampfsportarten. Bei IPA verfügen wir über drei Mattenflächen mit 137 m², 63 m² und 54 m². Selbst unsere kleinste Matte ist größer, als die allererste, mit der wir im Juli 2022 bei IPA1 in unserer alten Immobilie gestartet sind. Keine BJJ-Akademie in dieser Stadt bietet derzeit mehr reine Mattenfläche als wir.
Auf unserer größten Matte trainieren wir am liebsten mit maximal zwölf Personen. Zwischen zwölf und sechzehn funktioniert es ebenfalls gut. Bei mehr als sechzehn Teilnehmenden muss das Training jedoch angepasst werden, damit es beim Sparring nicht zu Kollisionen kommt. In anderen Kampfsportarten, wie zum Beispiel beim Kick- oder Thaiboxen könnte man mit deutlich mehr Menschen gleichzeitig trainieren, ohne vergleichbare Platzprobleme zu haben. Beim Rollen am Boden braucht man schlicht mehr Raum. Ausreichend Platz im BJJ ist daher ein echter Luxus.
Dieser Luxus hat seinen Preis – besonders in einer Stadt wie Hamburg, die für hohe Mieten bekannt ist. Für unsere Immobilie zahlen wir für Miete, Gas, Wasser, Strom, Versicherungen, Reinigung und Reparaturen monatlich über 7.500 Euro. Zusätzlich wurden für die Gründung von IPA Kredite in Höhe von knapp 75.000 Euro aufgenommen, die noch bis 2032 zurückgezahlt werden und für die ich persönlich hafte.
Wir haben bei IPA ein Angebot geschaffen, das es unseren Mitgliedern ermöglicht, von Montag bis Freitag mehrmals täglich zu trainieren. Auch am Wochenende gibt es einen Trainingsplan, der sich im Vergleich zu vielen anderen Akademien durch eine hohe Anzahl an Einheiten auszeichnet. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied einen persönlichen Zugangscode und damit ganztägigen Zugang zur Akademie inklusive aller Kraft- und Fitnessgeräte.
Ein umfangreicher Trainingsplan bedeutet auch einen hohen Personalaufwand. Jede Einheit wird von einem qualifizierten Coach angeleitet, der sein Wissen, seine Erfahrung, seine Zeit und seine Energie einbringt. Ich selbst unterrichte einen Großteil der Einheiten und werde von fortgeschrittenen Schülern und Kollegen unterstützt. Wir alle tun das aus Leidenschaft und Überzeugung. Jeder Coach im BJJ hat Jahre seines Lebens und tausende Stunden investiert, um ein Niveau zu erreichen, das professionellen Unterricht ermöglicht. Dieser Einsatz sollte fair vergütet werden – aus Wertschätzung für die Leistung und auch, weil angemessene Bezahlung in der Regel Motivation und Qualität steigert. Davon profitiert letztlich die gesamte Akademie und jedes einzelne Mitglied.
Durch das Training bei IPA erwirbt man Fähigkeiten fürs Leben: die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, sich durchzusetzen, körperlich fitter und gesünder zu werden und Disziplin zu entwickeln. Unsere Teamkultur, die ich mit Nachdruck pflege, schafft ein Umfeld, in dem man sich unterstützt und gemeinsam wächst. Für viele ist die Akademie ein Ort der Sicherheit und der Freude.
All das wird durch die Mitgliedsbeiträge getragen. Eine stabile finanzielle Basis stärkt die Akademie und stellt sicher, dass es IPA auch in vielen Jahren noch geben wird.
Wochen-, Monats- oder Zehnerkarten
Oft werde ich gefragt, ob wir Zehnerkarten anbieten. Gerne möchte ich erklären, warum wir das nicht tun.
Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, ist BJJ ein Sport mit hohen Betriebskosten. In unserem Fall liegen diese bei knapp 9.500 Euro brutto im Monat, zuzüglich 1.500 Euro Tilgungen für aufgenommene Kredite. Bei all dem handelt es sich um Fixkosten, die größtenteils vertraglich festgelegt sind und jeden Monat anfallen – unabhängig davon, wie es IPA finanziell gerade geht. Damit wir als Akademie langfristig stabil bleiben und unser Angebot dauerhaft aufrechterhalten können, benötigen wir feste Mitgliedschaften mit einem monatlichen Beitrag.
Denn die Miete muss gezahlt werden. Wasser für die Duschen soll fließen, gerne auch heiß, wofür wir einen mit Strom betriebenen Boiler benötigen und im Winter wollen wir nicht frieren, weswegen bei uns die Gasheizungen laufen. Coaches erhalten bei uns Geld für ihre Leistung, Versicherungen buchen jährlich Ihre Beträge ab und der Vermieter erhöht auch alle paar Jahre seine geforderte Miete. Die Akademie muss unterhalten, also auch gepflegt, renoviert und ggf. repariert werden. All das kostet Geld.
Zehnerkarten sind aus Verbrauchersicht nachvollziehbar. Sie bieten Flexibilität und Ungebundenheit. Man zahlt nur für das, was man tatsächlich nutzt, und geht keine längerfristige Verpflichtung ein. Für den Anbieter jedoch bedeuten sie das Gegenteil von finanzieller Planbarkeit. Unsere monatlichen Ausgaben sind fix und kalkulierbar – unsere Einnahmen müssen es ebenfalls sein.
Ich würde mir wünschen, dass Verständnis dafür entsteht, dass ein reines Pay-per-use-Modell auch für den Verbraucher langfristig nicht sinnvoll ist. Wenn du bei uns BJJ lernen möchtest, dann nicht nur, um gelegentlich zu trainieren, sondern um Teil eines Teams zu sein, das dir jeden Tag zahlreiche Trainingsmöglichkeiten bietet. Damit das dauerhaft möglich bleibt, benötigen wir von jedem, der unsere Ressourcen nutzen möchte, einen festen monatlichen Beitrag.
In gewisser Weise zahlt man nicht nur für die einzelnen Trainingseinheiten, sondern für die Möglichkeit, jederzeit trainieren zu können – und für die Sicherheit, dass diese Möglichkeit dauerhaft besteht. Diese Garantie kann IPA nur auf Basis gesunder und stabiler Finanzen geben.


